Startseite
  Aktuell
  Klassen
  Lehrer
  Kontakt
  Übersicht
  Links
  Sonstiges
  Shop

 
  
  
Warenkorb

Administration
Texte

Rubriken
Logout



Weisheit:
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man ein schönes Muster legen!
(?)


[Sicherheit] [Konferenzen] [Aktivitäten] [Seminare]

05. Augu. 2003 - 04:02:04 NM
Info über Viren allgemein
schon etwas betagt aber trotzdem informativ
Viren oft Synonym für Malicious Software (Bösartige Software, kurz: Malware). Prototypen:
Viren (im engeren Sinn) sind Code-Fragmente
hängen sich an andere Daten (Programme, Bootsektoren oder Dokumente) an
vermehren sich bei deren Ausführung
alleine nicht reproduktionsfähig
Analogie zu den biologischen Viren

Würmer sind komplette Programme
können sich aktiv fortbewegen
und vermehren relativ selten

Trojanische Pferde sind Programme
äußerlich wie normale Anwendungssoftware
intern aber Anweisungen, die Schaden anrichten
nicht selbstreproduzierend
werden von Anwendern kopiert

Logische Bomben sind Programmfragmente
von Entwicklern in Betriebssystemen oder Anwendungsprogrammen versteckt
richten bei Eintreten von bestimmten Bedingungen (beispielsweise Datum, Systemaktivität, etc.) Schaden an
nicht selbstreproduzierend

Hoaxes sind falsche Meldungen
warnen vor nichtexistenter Bedrohung
kann aufwendig sein wie echte Malware

Trojanische Pferde/Logische Bomben: einfach, da nur böswilliger Code einzufügen
Makroviren: einfach, da einfache Hochsprache

Malware gezielt von Spezialisten programmiert:
Malware für Windows NT:
Resourcenkontrolle, daher geringer Schaden
gefährlich nur previligierte Benutzer
Word- oder Excel-Makroviren kommen vor

Verschiedene Protypen von Viren:

Boot-Sektor-Virus
befällt Boot-Sektor von Disketten/Festplatten
ersetzt Teile des Boot-Sektors durch eigenen Code oder Zeiger auf eigenen Code
aktiviert durch Booten
kopiert sich dann in Arbeitsspeicher
infiziert von dort weitere Disketten/Festplatten

Dateiviren
befallen ausführbare Dateien
kopieren sich selbst oder Sprunganweisung auf sich an Dateianfang
ausgeführt, wenn Datei aufgerufen
Dateien werden dadurch verlängert

Makroviren
traten als erstes bei MS Word auf
bei Dokumenten, die Informationen in BASIC-ähnlichen Makros ablegen könnnen
Virus-Code wird beim Laden des Makros ausgeführt
kopiert sich dann auf andere Dokumente und erfüllt i.A. einprogrammierte Aufgabe
gefährlich, da schnelle Verbreitung (Email!) und alte Regel:"Text-Dokumente nicht infizierbar"
Beispiel: NOP:DE fünf Zeilen Word-Makro-BASIC

Stealth-Viren: tarnen Anwesenheit durch Manipulation von Verzeichniseinträgen
polymorphe Viren: können Code von Generation zu Generation ändern

Crypto-Viren:
liegen in verschlüsselter Form vor
entschlüsseln sich als erste Aktion selbst

Beispiele für Aktivität der Viren ("Nutzlast"):
keine, aber Datenverlust durch Reproduktion möglich (Beispiel: Word-Makro-Virus NOP)
Textbotschaften (Beispiel: Stoned-Virus)
Akkustische Signale (Beispiel: Yankee Doodle)
Buchstaben wie Blätter im Herbst vom Bildschirm fallen lassen (Beispiel: Cascade)
simulieren von Hardware-Defekten (Beispiel: Parity Boot Virus)
Löschen von Daten oder kompletten Festplatten


Nachschlagewerke bekannter Viren finden sich unter:
AVP Virus Encyclopaedia
Data Fellows F-PROT Virus Descriptions
Dr Solomon's Virus Encyclopedia
Stiller Research Descriptions of Common Viruses
SymantecVirus Research Library

Schutz gegen Viren:
bewußter Verzicht auf Software/Datentransfer, die durch Viren bedroht

Virenscanner
durchsuchen Datenmengen/Datenströme auf Muster aus Datenbank
Übereinstimmung erkannt: zeigen Programm an und versuchen Virus zu entfernen
Hauptanwendungen: Dateisysteme/Netzverbindungen

Virenschilde
laufen im Hintergrund
überwachen Systemkomponenten/Betriebssystemschnittstellen
suchen Anzeichen viraler Aktivität oder bekannter Virenmuster
auslösenden Prozeß stoppen, bzw. Verursacher finden und entfernen
Jede(s) neue Diskette/per Netzwerk geladene Programm zuerst scannen

Virenschild installieren
in regelmäßigen Abständen (z.B. jede Woche/Monat) alle Datenträger scannen
regelmäßiges Backup

Schutz gegen Würmer:
nur Verbesserung allgemeiner System-/Netzsicherheit

Schutz gegen Troianische Pferde:
Virenschilde/-scanner finden oft auch Troianische Pferde
Vorsicht bei unerwarteten Programmaufforderungen
vorsichtiger Umgang mit unbekannter Software

Woran erkennt man frühstmöglich Malware?
Ungewöhnliche Verlängerung von Dateien
Ungewöhnliche Aktivitäten von Festplatten/Diskettenlaufwerken
Auffällige Verzögerungen beim Ausführen von Programmen
Probleme beim Booten mehrerer Betriebssysteme
Wenn sich Malware selbst zu erkennen gibt, Schaden schon eingetreten

Vorgehen bei vermuteter Malware:
Ruhe bewahren
Rechner vom Netzwerk trennen
wichtige Daten vom Speicher auf Platte sichern
Rechner ausschalten
Booten des Rechners durch saubere Systemdiskette (Kaltstart nach mindestens 10 Sekunden)
Check der Filesysteme und des Boot-Sektors
Suche nach der Quelle (Netz, Mail, Disketten) und Bekämpfung
Information von weiteren möglichen Betroffenen

Beispiele von für Malware anfälliger Software
Browser, die ActiveX unterstützen
MS Office (Makroviren)
PDF-Viewer

Ergänzung dieser Seite: Eine hervorragende Linksammlung zu Software/Informationsseiten/Neuesten Viren findet man bei VTC Hamburg, dem Viren Test Center des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg unter Leitung des Computersicherheitsexperten Prof. Dr. Klaus Brunnstein.


05. Augu. 2003 - 03:51:56 NM
.doc Word Dokumente versenden?
Hallo Surfer,

weil ich letztens 'ne Mail von einem Freund bekommen habe mit einer ".doc" Datei - hier eine Liste von Datei Typen die man auf keinen Fall öffnen sollte wenn die Herkunft bzw. Virenfreiheit nicht 100% sicher sind, also der Absender diese datei nicht ausdrücklich bewust an dich/Sie geschickt hat (mittlerweile muss man hier fast alle Anhänge einschliessen):
Datei- Endungen
(müssen eingeschaltet sein!)
Datei-Typ
Inhalt

.doc = Word Dokument (z.B. MeinIntimstesGeheimnis.doc)
kann Makros* enthalten - falls Sie die Datei doch unbedingt öffnen wollen tun Sie das z.B. mit Wordpad (write.exe im Windows Verzeichnis Suchen), dann werden keine Aktiven Inhalte ausgeführt.

.bat = Batch Datei
Stapelverarbeitung von ausführbaren Befehlen

.vbs = Visual Basic Script
Stapelverarbeitung von ausführbaren Basic Befehlen

.exe = Programm
mit welchem Inhalt auch immer (Kann z.B. in einer Kapsel ein gutes und ein schlechtes Prog enthalten)

.eml = EMail
neuerdings fiese EMail Anhänge; kann Makros enthalten

.pif / .scr
Siehe BadTrans

.xls = Excel - Datei
kann Makros (und alles andere) enthalten

.shs = SHS-Dateien sind sogenannte "Scrap Files"
Diese dienen dazu, OLE-Objekte in Dateien zu speichern (OLE ist verantwortlich dafür, indem z.B. in Word eine Excel-Tabelle eingebunden werden kann). Man kann sehr einfach ein SHS-File erstellen und z.B. mit einer EXE oder mit einem VB-Script "füllen", dass bei der Ausführung des Shell Scrap Files dann ausgeführt wird. Dummerweise kann man auch das Icon einer SHS-Datei "frei" wählen. "Ideal" also für dunkle Machenschaften. SHS-Dateien können z.B. mit packager.exe oder einfach Notepad.exe erstellt werden, die jedes Windows-System von Haus aus mitliefert. Vor allem für weniger geübte Windows-Anwender können gerade SHS-Dateien so gefährlich werden. Die Endung ist vielen Usern nicht bekannt und macht somit neugierig zu sehen, was sich hinter dieser Datei verbergen könnte.

.pl und .class = falls Pearl oder Java installiert sind
mit welchem Inhalt auch immer (Kann auch z.B. in einer Kapsel ein gutes und ein schlechtes Prog enthalten)

*Makros sind kleine Hilfs-Programme, die die gleichen Funktionen wie Viren haben können!
Wichtig: AntiVirenprogramme vor dem Öffnen einer fremden Datei updaten und die Datei scannen.


JCP - Intert@inment
JCP-Unternehmungen, 91362 Pretzfeld, Deutschland